Epischer Höhenflug:Bröselmaschine rockt die                 Bühne im Musiktheater Piano

Fotos/Text:Rüdi

 

Bröselmaschine, die legendäre Band um Peter Bursch, trat im Musiktheater Piano in Dortmund auf, und ich war gespannt auf ihre Musik, da ich die Band bis dato nicht kannte. Als ich den Namen Peter Bursch hörte, erinnerte ich mich daran, dass er das berühmte Gitarrenbuch geschrieben hat. Aber Bröselmaschine war mir dennoch unbekannt.

 

Bröselmaschine ist eine deutsche Folkrock-Band, die Ende der 1960er Jahre gegründet wurde. Sie gilt als eine der Pionierbands des deutschen Folkrocks und war Teil der aufkommenden deutschen Krautrock-Szene. Bröselmaschine zeichnete sich durch ihren einzigartigen Stil aus, der Elemente des Folk, Blues und Rock vereinte. Die Texte waren oft poetisch und tiefgründig, und die Musik hatte eine entspannte, improvisatorische Atmosphäre.

 

Die Band veröffentlichte in den 1970er Jahren mehrere Alben, darunter ihr selbstbetiteltes Debütalbum "Bröselmaschine" (1971) und "Peter Bursch und die Bröselmaschine" (1976).

 

Trotz einiger Besetzungswechsel blieb Bröselmaschine aktiv und trat auch in späteren Jahren weiter auf und veröffentlichte neue Musik. Die Band hat einen festen Platz in der Geschichte der deutschen Rockmusik und wird von Fans für ihren einzigartigen Sound und ihre künstlerische Vielfalt bis heute geschätzt.

 

 

Für mich persönlich hatte die Bezeichnung Krautrock immer etwas Negatives, doch wie ich erfuhr, trifft das nicht auf Peter Burschs Bröselmaschine zu. Es handelt sich um klassisch vielfältig arrangierte Musik auf höchstem Niveau. Ich assoziiere Krautrock eher mit einigen Bands aus den frühen 70er Jahren, die für mich bis heute nicht zugänglich sind.

 

Das gut gefüllte Piano verbreitete wie immer eine gemütliche Wohlfühlatmosphäre, die genau für solche Konzerte das Richtige ist. Peter Bursch erwähnte auch, dass es früher viele Locations wie das Piano gab und heute nicht mehr, was er bedauert – und ich übrigens auch.

Krankheitsbedingt war die übliche Sängerin Stella Tonon nicht dabei, wurde aber durch Chantal Jansen aus Düsseldorf ersetzt, wie sie betonte. Chantal überzeugte nicht nur mich mit einer beeindruckenden Bühnenpräsenz und einer kraftvollen Stimme."

Es begann mit dem Song Erinnerungen episch und ruhig. Die Band war gut aufeinander abgestimmt, und die kraftvolle Präsenz der Musiker versprach bereits einen wundervollen Abend für das Publikum.

 

 Es ging weiter mit dem träumerischen "Elegy", bei dem Peter auch seine Sitar einsetzte. Dann folgte "Oriental Mind", "Sofa Rock" und schließlich "Children of the Revolution" von T-Rex aus dem Jahr 1972, wobei Chantal ihre kraftvolle Stimme und Bühnenpräsenz zur Geltung brachte. Danach spielten sie "Fall into the Sky" und "I'd Rather Go Blind".

 

Nach einer kurzen Pause hatten die Zuschauer die Möglichkeit, am Merchandising-Stand CDs und LPs zu erwerben. Nach der Pause folgten "Indian Cemel", "Hello Hello", "Sole Ruler", "Bliss", "Black is Your Color", "For My Friends" „I was angry“und ich dachte schon, es sei vorbei. Aber nein, es gab noch Zugaben mit "Come See About Me" „Gedanken“etc., die das Publikum restlos begeisterten.

 

Selbstverständlich müssen auch die anderen hervorragenden Musiker erwähnt werden, die an diesem Abend auftraten: Tom Plötzer an den Keyboards; Cantal Jansen als Leadsängerin; Detlef Wiederhöft besonnen treibend am Bass; Michael Dommers an der Gitarre und Gesang; seine Gitarrenklänge entführte uns in eine Welt voller Emotionen und Virtuosität. und Manni von Bohr, ein Veteran an den Drums, brachte seine jahrzehntelange Erfahrung und sein unvergleichliches Können auf die Bühne.

 

Ein Klasse Abend mein Dank an Peter Bursch und seine Band, Chantal als würdiger Ersatz und nicht zu vergessen das Team vom Piano und die hervorragende Arbeit vom dem Ton- und dem Lichtechniker.

Es war bestimmt nicht das letzte Mal, das ich Bröselmaschine gesehen habe.